Hundeplatz – ein Erlebnis für Mensch und Tier

Hundebesitzer suchen oft nach neuen Möglichkeiten, ihren Vierbeinern ausreichende Bewegung zu bieten. Neben dem Hunde Gassi gehen, gibt es wenig öffentliche Orte, an denen ein Hund sich richtig austoben darf. Um ihre Hunde ohne Leine rennen lassen zu können, weichen Halter auf Freilaufflächen aus, um ihr Tier zu beschäftigen. Durch entsprechende Verhaltensregeln, können mehrere Tiere gleichzeitig auf die Grünfläche.

Wie ist ein Hundeplatz gestaltet?

Ein größeres Areal, mit Wäldchen oder vereinzelten Bäumen, bringt im Sommer genug Schatten für die Lieblinge. Zwei Tore hintereinander bilden den Ein- und Ausgang. So läuft kein Hund ungehindert auf die Straße oder entwischt. Kleinere Bänke stehen bereit, sie ermöglichen einen gemütlichen Austausch zwischen Hundebesitzern untereinander. Die Hunde dürfen nach Herzenslust rennen, buddeln, klettern und durch Rohre kriechen – je nachdem, was auf dem Gelände zur Verfügung gestellt wird. Mit Hütchen und Sprungelementen, lässt sich schnell ein eigener Parcours aufbauen.

An welche Regeln muss ich mich halten?

Wird die Hundewiese betreten oder verlassen, werden beide Tore wieder sicher verschlossen, damit keine Hunde unbemerkt entwischen können. Die Exkremente sammelt jeder Besitzer von seinem eigenen Tier auf, was selbstverständlich ist. Dazu stehen kostenlose Kot-Beutel und ein Mülleimer am Ein- oder Ausgang. Es ist wichtig, sich mit anderen Hundehaltern abzusprechen, da sich nicht alle Hunde miteinander vertragen. Fangen die Tiere zu kämpfen an und verletzen sich gegenseitig durch Bisswunden, müssen die involvierten Hunde auseinander gebracht werden. Lassen die Hunde sich nicht auf Abruf voneinander trennen, muss dazwischen gegangen werden. Auch der eigene Hund darf andere Teilnehmer weder bedrängen noch verletzen. Entsprechende Verordnungen und Verhaltensregeln sind am Eingang ausgehängt.

Welche Vorteile bietet ein Hundefreilauf?

Frisbee werfen und mit dem Ball spielen, bringen auf einer großen Wiese viel Spaß für die Hunde. Weitere Strecken können in hoher Geschwindigkeit zurückgelegt werden.

Vertragen sich mehrere Hunde untereinander gut, kann ein gemeinschaftliches Spielen oder Wettrennen stattfinden. So gleichen die Tiere sich gegenseitig aus.

Hundehalter können sich offene Fragen beantworten. Erziehung und andere Themen werden gerne diskutiert. Jeder bringt seine eigenen Erfahrungen mit und hat Tipps und Ideen.

Spielerisches Training kann hier gut umgesetzt werden. Zum Beispiel, dass der Hund ohne Leine läuft oder sich auf größere Entfernung abrufen lässt.

Buddelecken auf der Wiese, hat nicht jeder Hund vor der Türe. Hier darf er seine Pfoten richtig schmutzig machen.

Versteck- und Suchspiele können hier auf einer großen Fläche ausgelebt werden. Für Spürnasen eine tolle Beschäftigung.

Welche Nachteile haben Hundeplätze?

Es kommt, leider immer wieder vor, dass auf bei Besitzern beliebten Wegen, oder öffentlichen Hundeplätzen, Hunde-Giftköder ausgelegt werden. Kein Hund sollte etwas vom Boden fressen, was er nicht vom eigenen Besitzer bekommen hat. Der Freilauf kann von jedem uneingeschränkt betreten werden, daher lässt sich dies nicht ausschließen.

Manche Hunde vertragen sich untereinander einfach nicht und man weiß vorher nicht, welche Hunde gerade auf der Wiese sind. Im Zweifelsfall die anderen Besitzer fragen, ob das Tier sich mit Artgenossen versteht.

Nicht jeder Besitzer achtet darauf, sich mit anderen Nutzern abzusprechen und lässt seinen Hund ohne Vorwarnung los. Es hilft Abstand zum Eingang zu halten, so wird man nicht gleich konfrontiert und bemerkt eher, wenn ein Hund angestürmt kommt.

Manche Wiesen sind von der Fläche kleiner, es kann nur eine begrenzte Anzahl von Hunden hier spielen. Lieber ein andermal versuchen oder warten, bis ein Hundebesitzer wieder geht.

Effektives Training ist manchmal nicht möglich. Die Ablenkung durch fremde Gerüche, oder spielende Hunde im Hintergrund, verlocken manch einen Hund, die Übungen selbst vorzeitig zu beenden.

Was sollte ich sonst noch beachten?

Nicht jeder Hundeplatz ist öffentlicher Natur. Hundeschulen und private Betreiber lassen ihre gepachteten oder gekauften Flächen nicht von jedem benutzen. Öffentliche Hundeplätze können zu manchen Zeiten auch von einer Hundeschule reserviert sein. Diese Informationen sind in der Regel am Eingang ausgehängt. Auch die Haftungsbestimmungen hängen vor Ort. Im Allgemein haftet jeder für den Schaden, den das eigene Tier verursacht.

hundeplatz irish setter spieltDas Betreten des Geländes erfolgt immer auf das eigene Risiko. Daher sollten Kinder auf keinen Fall mit ihrem Hund allein gelassen werden, da sie im Ernstfall noch nicht in der Lage sind, richtig zu handeln. Bis circa 12 Jahre sollten sie auch in Begleitung umzäunte Hundewiesen nicht betreten, da die Hunde unangeleint toben und spielen. Hunde sind immer noch Tiere und teilweise unberechenbar, die Gefahr wird oft unterschätzt. Mit ungefähr 16 Jahren mit das Verständnis und die Reife gegeben, dass sie in Begleitung Erwachsener mit dem Hund auf eine Freilauffläche gehen können. Aber auch als Erwachsener sollte man immer wachsam sein, gerade dann, wenn mehrere Hunde aufeinander treffen. 

Trotz aller Nachteile geben Hundeplätze Gelegenheit, um den eigenen Vierbeiner von einer neuen Seite kennenzulernen. Hunde wollen rennen, spielen, sich einfach ausgelassen bewegen. Durch die Umzäunung, können Halter ihren Lieblingen in der Stadt freie Bewegung bieten. Neue Erfahrungen und Erlebnisse, werden kostenlos gesammelt. Der Hundeplatz schafft spannende, gemeinschaftliche Aktionen, so wie abwechslungsreiche Tage. Ob große oder kleine Hunde – für jeden Typ ist etwas dabei.

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